Welche Tapetenarten gibt es?

Wenn man sich auf die Suche nach einer Wandbedeckung macht, ahnt man oft nicht, wie viele Tapetenarten es gibt. Die unterschiedlichen Sorten und Macharten erlauben eine schier endlose Gestaltungsfreiheit. Struktur, Farbgebung, Art der Beschichtung und Kombination mit dem Trägermaterial sind frei nach Geschmack verfügbar. Die Qualität und der Preis für die zahlreichen Wandbeschichtungen setzt sich zusammen aus mehreren Dingen. Dazu gehören die Anzahl der Druckdurchgänge und der verschiedenen Farben, dem Druckverfahren und natürlich die verwendeten Materialien.

Generell wird dem Material nach in zwei Gruppen unterteilt, die dann auf acht Untergruppen kommen. Welche Tapeten es gibt und wie ihr euch für eine entscheiden könnt erklären wir von Myster.de euch in diesem Artikel.

Die neuste Entwicklung: die Vliestapeten

Vliestapeten sind wie schon gesagt eine sehr junge Art des Wandbehangs. Die Verarbeitung dieser Tapetenart ist sehr anwenderfreundlich, weshalb sie immer beliebter werden. Die Plusseite dieser Art, besteht darin, dass man anders als bei den Papiertapeten bei der Verarbeitung keine Einweichzeiten beachten muss. Der Kleister wird direkt auf die Wand aufgebracht und die Vliestapete dann einfach daran befestigt. Vliestapeten sind sogar Nassbereichen problemlos einsetzbar.

Auch das Entfernen ist kein Problem. Sie lassen sich einfach in einem Rutsch trocken abziehen. Dabei hinterlassen sie manchmal sogar eine Makulaturschicht. Auf der kann man anschließend leicht neu tapezieren.

Eine einfache Alternative: die Papiertapeten

Papiertapeten finden sich fast überall. Je schwerer die Tapete, desto höher ihre Qualität. Papiertapeten gibt es in fast endlosen Formen und Farben, weswegen sie so oft genutzt werden. Bedruckt, geprägt oder gerafft, geknittert oder einfach glatt.

Werden die Tapeten beim Druck direkt geprägt, so heißen sie gaufrierte Tapeten. Am hochwertigsten jedoch ist die Duplexvariante mit geprägter Oberfläche. Es werden mehrere Schichten zusammengefügt, um eine stabile und qualitative Tapete zu erzeugen.

Da Papiertapeten in der Regel relativ fest sind, lassen sie sich gut verarbeiten. Dafür müssen sie vor dem Abziehen eingeweicht werden. Das Entfernen ist also relativ aufwendig.

Alt aber bewährt: die Textiltapeten

Tapeten aus Textilien sind mitunter die älteste Unterart der Tapeten. Auch wenn diese Art des Wandbehangs kaum noch angewendet wird. Alle Effekte, die mit Stoffgewebe möglich sind, können um einiges besser und kostengünstiger mit anderen Methoden umgesetzt werden. Sie besteht in der Regel aus dem Verbund eines Trägers, wie Vlies oder Papier und einem darauf geklebten Gewebe.

Textiltapeten unterscheidet man in zwei Untergruppen. Bei den Gewebetapeten ist die Struktur aus gewobenen und gekreuzten Fäden zusammensetzt. Bei der einfachen Kettfadenvariante hingegen werden die Fäden nur in Längsrichtung mit dem Trägermaterial verklebt. Es lassen sich, unter anderem, Fäden aus Sisal, Filz, Hanf, Wolle oder synthetischen Stoffen in der Verarbeitung finden.

Beinahe unzerstörbar: die Kunststofftapeten mit Folie

Die Kunststofftapete mit wasserabweisender Folie findet sich besonders häufig in Bädern oder Küchen. Oftmals mit Lack zusätzlich bedruckt hält sie beinahe allem Stand. Feuchtigkeit und Schmutz können dieser Tapete nichts anhaben.

Aufgrund ihrer Dampfdichte und den dementsprechenden Auswirkungen auf das Wohnklima werden sie selten in Schlaf- oder Wohnräumen verwendet. Es handelt es sich in den meisten Fällen um eine Flachvinyltapete. Diese gibt es heutzutage sogar mit antibakteriell wirkender Oberfläche.

Luxuriös und wunderschön: die Naturwerkstofftapeten

Naturwerkstofftapeten sind mit Leimmustern versehen, auf ihnen sind kleine Glasperlen angebracht. Diese Tapeten brechen in den Bereichen mit den Perlen die Lichteinstrahlung besonders effektvoll. Dabei erzeugen sie Reflexionen und schillernde Farbeffekte.

Sie anzubringen und wieder zu lösen ist eine äußerst anspruchsvolle Angelegenheit und sollte von Profis vollzogen werden, wenn man die kostenintensiven Tapeten nicht ruinieren möchte.

Mit Vorsicht zu genießen: die Velourdekortapeten

Diese Art von Tapeten erfordern bei der Verarbeitung eine sehr ruhige und erfahrene Hand. Bei der Herstellung wird mit Leim das spätere Muster auf das Vlies oder Papier gedruckt. Dann wird die Tapete mittels feinen natürlichen oder synthetischen Fasern und elektrostatischer Aufladung beflockt. Nachdem der Leim getrocknet ist, werden die überschüssigen Fasern entfernt. Diese Tapetensorte ist durch seine feine weiche Oberfläche an den bearbeiteten Stellen sehr hochwertig.

Fazit für die Arten von Tapeten

Die Art der Tapete hängt stark von den persönlichen Präferenzen von euch ab. Das ist klar. Mehr als das sind aber auch die gewünschte Lebenserwartung und der gegebene Untergrund entscheidend. Wenn ihr nach einer Standarttapete sucht, dann gibt es die natürlich. Falls ihr aber mehr wollt, weil ihr zum Beispiel unbedingt ein natürliches Material möchtet, dann geht das auch.

Budget und Zeitaufwand lassen sich für die meisten Tapetenarten relativ einfach anpassen. Es gibt nur wenige Tapeten, die deutlich über oder unter der normalen Kostengrenze liegen oder sehr viel länger für die Montage benötigen.

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