Teppichböden schaffen ein besonders angenehmes Wohngefühl. Wenn Ihre Mietwohnung mit Teppichboden ausgelegt ist, freuen Sie sich! Jedoch kommt es nicht selten zu Problemen oder Streitigkeiten zwischen dem Mieter und dem Vermieter, wenn es darum geht, wer für den Austausch des Teppichbodens aufkommt. Das Gericht musste sich auch mehrmals mit diesen Fragen befassen. Daher werden wir im Folgenden die wichtigsten Probleme in Bezug auf Teppichwohnungen und verwandte Fälle erläutern. Wurde der Teppich bereits vor Einzug des Mieters verlegt, wird er vom Vermieter ebenfalls vermietet. Soweit die normale und vertragliche Nutzung des gemieteten Teppichs betroffen ist, ist dies bereits durch die Mietzahlung gedeckt. Wenn der Teppichboden bei normalem Gebrauch alt und abgenutzt ist, muss er vom Vermieter ausgetauscht werden. In diesem Fall hat er auch die Kosten zu tragen. In § 535 Satz 2 BGB heißt es hierzu: „Der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten.“. Man geht davon aus, dass die Renovierung eines alten Teppichs keine der typischen Schönheitsreparaturen ist, die über den Mietvertrag einem Mieter auferlegt werden können. Wenn eine solche Klausel im Mietvertrag enthalten ist und der Mieter den Teppich ersetzen muss, ist die Klausel ungültig, da sie den Mieter nachteilig beeinflussen würde. Zumindest ist dies die gängige Meinung, auch wenn das Bundesgericht noch nicht entschieden hat. Eine Klausel im Mietvertrag ist durchaus legitim, die den Mieter verpflichtet, die Teppiche spätestens bei Auszug gründlich zu reinigen. Dies fällt unter die üblichen Schönheitsreparaturen. Sobald das Halten eines Hundes in der Mietwohnung gestattet ist, fallen auch Kratzer oder sonstige übliche Gebrauchsspuren des Hundes unter die vertragliche Verwendung. Auch dann ist der Mieter nicht zur Erneuerung verpflichtet. Die Situation ist anders, wenn der Hund den Teppich nachhaltig beschädigt (Löcher in den Teppich beißt). Das ist ein Schaden, den der Mieter zu ersetzen hat. Der Vermieter muss also für den Austausch des Teppichs aufkommen, wenn er vertragsgemäß „abgewohnt“ ist. Hat der Teppich durch unsachgemäßen Gebrauch Schaden genommen (z.B. Brandlöcher von Zigaretten oder Flecken von Rotwein) ist der Mieter zur Verantwortung zu ziehen. Bei der Berechnung der Entschädigungssumme sollte jedoch das Alter des Teppichs berücksichtigt werden. Durchaus legitim ist eine Klausel im Mietvertrag, die den Mieter dazu verpflichtet, spätestens beim Auszug eine Grundreinigung des Teppichbodens vorzunehmen. Diese fällt unter die gewöhnliche Schönheitsreparatur.