Sie haben endlich Ihre neue Traumwohnung gefunden? Den Umzug haben Sie hinter sich und wollen endlich die neue Wohnung genießen? Doch hier gibt es meist ein Problem: Sie müssen noch Ihre alte Wohnung renovieren. Die Schlussrenovierung ist jedoch mühselig und zeitintensiv. Zudem gibt es einige Dinge zu beachten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, bestellen Sie noch heute die Myster-Auszugsrenovierung. Während Ihrer Mietzeit darf Ihnen der Vermieter keine Einschränkungen in der Gestaltungswahl auferlegen. Der Vermieter muss es daher akzeptieren, wenn die Wände in der Wohnung in modischen Farben oder mit speziellen “Wischtechniken” dekoriert sind. Auch in Bezug auf die Tapete hat er kein Mitspracherecht, so dass der Mieter – je nach Geschmack – auch die Tapete entfernen und die Wand mit Lasurtechnik gestalten kann. Die einzige Grenze, die Ihnen als Mieter hier gesetzt wird, ist der Erhalt der Gebäudestruktur. Sie müssen alles unterlassen, was Wände oder Decken dauerhaft beschädigen könnte. Vorsicht ist auch geboten, wenn sich die Gebäudestruktur nachhaltig ändert. Mieter sollten z. B. beim Streichen von Holzelementen oder Badfliesen immer daran denken, dass die Gebäudestruktur nur mit Zustimmung des Vermieters verändert werden darf. Die Gestaltungsfreiheit des Mieters während der Mietdauer endet, wenn der Mieter auszieht und die endgültige Renovierung fällig ist. Diese ist jedoch abhängig vom Zustand der Wohnung bei Ihrem Einzug und dem Mietvertrag. Sind Sie in eine nicht renovierte Wohnung gezogen und/oder steht in Ihrem Mietvertrag nichts von einer Auszugsrenovierung, reicht es, wenn Sie die Wohnung besenrein übergeben. Ist dies nicht der Fall, gilt das Mietrecht. Es gilt auch hier, dass der Vermieter keine Farben “diktiert”, z. darf keine weiße Wandfarbe vorschreiben. Beim Auszug zeigt sich jedoch das Interesse des Vermieters an einer problemlosen Weitervermietung. Daher muss der Mieter das Farbschema so auswählen, dass es von „möglichst vielen potenziellen Mietern“ akzeptiert wird (BGH, Urteil vom 18. Juni 2008 – VIII ZR 224/07). Tatsächlich läuft es auf die – mehr oder weniger – langweiligen einheitlichen Farben hinaus. Zumindest kann der Vermieter vertraglich vorschreiben, dass seine Wohnung in “hellen”, “neutralen” oder “dezenten” Farben übergeben werden soll. Was dies bedeutet, mag eine unbestreitbare Frage sein. Hellblau und Lindgrün sind auch heller. In der obigen Entscheidung sind diese Farben jedoch nicht für jeden Dekorationsstil geeignet und sollten nicht als “neutral” eingestuft werden. Es ist interessant, dass sich BGH einerseits auf verschiedene Dekorationsstile konzentriert, gleichzeitig aber nur solche Farbwahlen akzeptiert, die zu möglichst vielen Stilen passen. Daher sollte die Auswahl eines geeigneten Farbstandards der höchste Standard sein, der von möglichst vielen potenziellen Mietern akzeptiert wird, und jeder potenzielle Mieter hat einen anderen Möbelstil. Es klingt kompliziert, vielleicht auch, weil es für Mieter schwierig ist, durch diese Rechtsprechung Rechtssicherheit zu erlangen.