Grundsätzlich kann Parkett auf eine Fußbodenheizung verlegt werden. Dies gilt allerdings nur für Warmwasser Fußbodenheizungen und nicht für elektrische Heizungstypen.
Holz ist wärmeisolierend, somit braucht es seine Zeit, bis die Wärme aus dem Untergrund den Raum erreicht. Hierbei spielt der so genannte Wärmedurchlasswiderstand von Holz eine entscheidende Rolle. Er darf höchstens 0,15 qm K/W betragen, das entspricht einer Parkettdicke von max. 22 mm. Allgemein sind quell- und schwundarme Holzarten wie Eiche, Räuchereiche, Nussbaum oder Bambus zur Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Parkettböden aus Buche oder Ahorn sollten Sie meiden. Wir empfehlen Ihnen in allen Fällen Fertigparkett zu verlegen. Dank des mehrschichtigen Aufbaus bewegt es sich bei Temperatur- und Luftfeuchtigskeitsschwankungen weniger stark als Massivparkett. So verringern Sie die Fugenbildung. Von einer schwimmenden Verlegung sollte abgesehen werden. Diese behindert den Wärmedurchfluss durch die entstehenden Luftpolster. Die Wärmeübertragung zwischen Heizestrich und Bodenbelag wird stark verringert und dadurch sinkt die Wärmeleistung der Heizung und der Energieverbrauch steigt.
Ein moderates und konstanten Heizverhalten macht sich nicht nur in der Nebenkostenabrechnung bezahlt. Ihr Parkettboden wird es Ihnen ebenfalls danken. Parkett arbeitet in der Wärme und leidet unter zu starken Klimaschwankungen.
Wenn Sie die Voraussetzungen einhalten, steht einem Parkett auf einer Fußbodenheizung nichts im Wege. Eine gewisse Fugenbildung sollten Sie aber immer einkalkulieren, denn die Luftfeuchtigkeit auf einer beheizten Fußbodenoberfläche ist geringer als die der Raumluft. Um einen Ausgleich zu schaffen kann ein Luftbefeuchter helfen.