Wenn Sie Allergiker sind, müssen Sie glücklicherweise nicht auf Teppich verzichten. Allergiker, die an einer Hausstauballergie leiden, reagieren nicht auf den Staub selbst, sondern auf den darin enthaltenen Milbenkot. Milben sind in jeder Wohnung zu finden, und ihre Anwesenheit hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Hausstaubmilben sind allgegenwärtig und benötigen drei Elemente, um zu überleben: Nahrung, Feuchtigkeit und Wärme. Diese Bedingungen sind auf Möbeln oder Ihrem Bett gegeben. Wärme und Feuchtigkeit treten jedoch nicht auf dem Teppich auf, weshalb sich Milben hier nicht vermehren können. Überraschenderweise ist Teppichboden für Allergiker manchmal besser als Laminat oder Holzfußboden. Studien der Deutschen Gesellschaft für Allergie und Asthma (DAAB e.V.) haben gezeigt, dass Teppichböden das Risiko einer erhöhten Feinstaubbelastung in Innenräumen im Vergleich zu glatten Böden erheblich reduzieren können. Staub sammelt sich schneller auf dem glatten Boden und fliegt dann in die Atemwege. Für Allergiker ist es wichtig, den Teppich gründlich zu saugen und zu reinigen. Das beste Ergebnis ist das Saugen mit einer elektrischen Bürste. Allergiker sind besser dran, nicht selbst zu staubsaugen! Bei der Hausarbeit wird eine gute Belüftung empfohlen. Zwanzig Minuten nach dem Staubsaugen stabilisierte sich die Raumluft wieder und feiner Staub sinkt zu Boden.