Um die Kosten beim Verputzen vergleichen zu können, müssen Sie zunächst beachten, dass zwischen Innen- und Außenputz deutliche Preisunterschiede bestehen. In den meisten Fällen ist Innenputz günstiger. Hierbei muss zwischen Neubau und Sanierung unterschieden werden: Bei einem Neubau muss sowohl der Unter- als auch der Oberputz aufgebracht werden, wodurch die Putzarbeiten in die Höhe schnellen.
Je nach Region beträgt der Preis für das Verputzen zwischen 15 und 20 Euro pro Quadratmeter. Bei einfacher Ausführung (Gipsputz etc.) betragen die Kosten pro Quadratmeter ca. 10 Euro. Die Kosten für Strukturputz sind mindestens doppelt so hoch, und wenn sehr hochwertiger Strukturputz verwendet wird, steigen die Kosten noch weiter. Die Deckenarbeiten kosten ca. 20 Euro pro Quadratmeter. Vorarbeiten wie Abklebe- und Spachtelarbeiten sind ebenfalls erforderlich.
Die genauen Kosten variieren nicht nur je nach Region, sondern hängen auch weiterhin von den verwendeten Materialien ab. Wenn beispielsweise Kalkputz oder spezieller Baumwollputz verwendet werden soll, können die Kosten verdoppelt werden. Es gibt eine Vielzahl an Putz-Arten mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften.

Grundsätzlich haben alle Putzarten den Vorteil, dass sie nahezu unbegrenzt überstrichen werden können. Es gibt auch gefärbte Putze, die nicht mehr gestrichen werden müssen. Nur das Entfernen von Putz ist mit großem Aufwand verbunden.

Beim Verputzen von Innenwänden wird häufig Kalkputz verwendet. Der Hauptvorteil dieses Materials ist seine Feuchtigkeitsregulierung. Denn Putz kann eine begrenzte Menge Wasser aufnehmen und abgeben. Es absorbiert beispielsweise auch Gerüche, die beim Kochen entstehen.

Weiterhin beliebt ist die Verwendung einer Spachtelmasse ohne Körnung für besonders glatte Oberflächen. Diese werden in mehreren Schritten auf die Wand aufgetragen und glattgeschliffen. Dieser Schritt dient für viele Mustertapeten als Voraussetzung. Die Wände erhalten aber auch ohne Tapete einen minimalistischen Look, der nach Lust und Laune gestrichen werden kann.

Lehmputz kann auf nahezu jede Oberfläche aufgetragen werden, ganz gleich ob Beton, Kalksteinmauern oder Gipskartonplatten. Besonders vorteilhaft ist die konstante und gesunde Luftfeuchtigkeit, die der Lehm im Raum schafft. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Lehmputz bei vielen Bauherren immer beliebter. Die Farbgestaltung erfordert jedoch spezielle Lehmputzfarben, um die Feuchtigkeitsregulierung aufrechtzuerhalten.

Im Vergleich zu anderen Arten werden im Textilputz Fasermischungen aus Baumwolle, Viskose und Mineral verwendet. Textilputz erzeugt mit dieser Fasermischung bei Betrachtung eine warme Oberfläche. Wie andere Stucksorten kann er überstrichen werden und mit einem höheren Anteil an Viskosefasern marmoriert werden.